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inhaltliche Änderung

Coronabedingt schränken wir unsere lokale Berichterstattung ein. Wir erweitern aber unser Angebot für unsere jungen Leser*innen ab Dezember mit einem Blog für Kinder. Auf neue Herausforderungen freuen wir uns.  Bleiben Sie gesund!
Letzte Posts

Oktober

Gedanken zu Hans Arp





von Katharina KumekoRundheit glänzende Oberfläche spiegelnd zum Anfassen verführend verboten graues Pulloverweib mahnt mit herrischer Stimme Arp arbeitet immer ein Satz aus dem Katalog spornt mich an bleibt hängen wie viele Künstler leben in einer ihnen gemäßen Umgebung wie dem Süden Europas oder großen Städten wie Paris New York Anregungen visueller Art und emotionaler Art Englisch art gleich Kunst bin ich endlich soweit wie ein Künstler zu leben wie lange hat es gedauert Arp Rund Zufall zufällig heiter vielschichtig nein vielsehend machende Form Schatten Perspektiven Gedichte schreibender Arp anrührender Arp Vorbild alle Künstler sind Vorbild für mich mein Leben unwichtig sind die anderen meine Kreativität seine Kreativität mein Reichtum sein Reichtum sein Vermögen Freude und Auftrieb zu geben mein Vermögen andere zu bereichern Hans Arp und die Art-Mappen im Foyer des Musentempels so reich an Phantasie so belebend so Herzklopfen verursachend

September

von Katharina Kumeko

Nachtblauer Dämmerungshimmel hinter den Holzrahmen, die das Fenster in neun Quadrate unterteilen. Draußen schimpfen zwei Amseln - vielleicht streicht eine Katze vorbei. Die Waschmaschine gibt monotone Geräusche von sich, ein Fahrrad klappert beim Fahren, Autogeräusche kommen näher und entfernen sich. Eine wie Flaschenglas durchsichtig grüne Seifendose liegt auf der Fensterbank. Eine Kinderstimme schreit: “Herkommen, herkommen!“ Die Amseln schimpfen noch immer. Ein Mensch pfeift, als ob er jemanden sucht. Er bekommt lange keine Antwort. Stöckelschuhe klappern herannahend auf dem Bürgersteig. Dann entfernen sie sich wieder. Stille. Das Himmelsblau dunkelt nach. Ein ums andere Licht flammt in den Fenstern der gegenüberliegenden Hochhäuser auf. Die Amseln verstummen. Eine Wagentür klappt zu und dann noch eine. Ein Motor heult auf und leise entfernt sich das Auto. Die Quadrate zwischen den Holzrahmen des Fensters sind nachtschwarz geworden.

August

von Katharina Kumeko

Die Sonne meint‘s gut. Die Bougainvillea gepflanzt. Das Windrad gesteckt.
Grün die Decke auf dem Stuhl. Blau alle Stiefmütterchen.

Juli

von Katharina Kumeko

Um mein Haus herum
blühten samtrot Heckenrosen
tausend Hummeln darin.
Meine Kinder fingen sie
„Sie stechen nicht! Brummen nur!“
riefen sie angstlos
öffneten ihre Hände
summend erhob sich
das Hummelvolk, startete
in die Weiten des Himmels.





















Juni

von Katharina Kumeko
Die ersten Kirschen stets zu Omas Geburtstag die erste Bräune nach intensivem Sonnenbad auf heißgeliebtem Balkon Entspannt lächeln  wir jedem, der uns begegnet, zu Urlaubsgefühle Wir machen Pläne, buchen Tickets für's Taka-Tuka-Land.

Mai

von Katharina Kumeko

Tanz in den Maien
Schönster Monat des Jahres
Walpurgisnacht
Libellen schweben über'm Teich
Tagpfauenaugen schlüpfen
Abends grillen wir
manchmal gibt's Glühwürmchen dazu
doch öfter Mücken
Biergärten sind geöffnet
für Mondscheingespräche.